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Resin Guide

Tipps, Tricks und Anregung rund um das Arbeiten mit Resin

*Beachtet auch den Schleifguide - So bringt ihr Eure Stücke auf Hochglanz*

Schleifguide

 

 

Es erreichen mich immer wieder Anfragen nach einem Workshop.

Bisher habe ich mir dazu keine weiteren Gedanken gemacht, nach der Pandemie werde ich mich diesem Thema mal intensiv annähern.

 


Das richtige Harz

Viele verschiedene Anwendungen erfordern auch verschiedene Harze.

In diesem Guide möchte ich mich aber hauptsächlich mit der  Schmuckherstellung und kleinere Projekte befassen, für Rivertable gibt es bessere Profis als mich.

Achtet beim Kauf auf die maximale Gießhöhe, hier gibt es verschiedene Abstufungen. Wenn ihr z. B. ein Harz habt welches nur bis maximal 2cm aufgegossen werden darf, könnt ihr auch nur 2cm auf einmal gießen, ansonsten fängt eure fertige Mischung an zu kochen und ist nicht mehr zu gebrauchen. 

Eine Gießhöhe von 5cm sollte fur Schmuck schon möglich sein. 

Die gängigsten Harze aus Deutschland sind von Dipon & Epodex. Ich nutze hauptsächlich das Epodex. Es härtet gut, ist glasklar und kleine Bläschen verschwinden von alleine. Weitere gute Lieferanten sind Dipon, Hauck usw. 

Generell solltet ihr beim Harz nicht sparen... die "billigen" sind meist gar nicht oder nur bedingt UV geschützt. Daher vergilbt das Harz sehr schnell. 

Wenn ihr mit einem Hersteller zufrieden seid dann bleibt einfach dabei, so habt ihr auch immer eine gleichbleibende Qualität. 

 

Die Mischung macht's

Gemischt wird es 2:1, also 2 Teile Harz und 1 Teil Härter. In den meisten Fällen wird das Harz nach Gewicht gemischt. Es ist absolut wichtig dass ihr das Mischverhältnis exakt einhaltet....so kann zu viel Härter z.B. dafür sorgen dass eure Kreation nie ganz aushärtet und ewig biegsam bleibt. Deswegen ist eine Grammwaage unerlässlich. Härter hat ein anderes Gewicht als das Harz, deswegen ist die Mischung in GRAMM bei fast allen 2-Komponenten Systemen unerlässlich.

Mehr Härter ist nicht gleich schneller hart ;-) eher im Gegenteil ! Das Hobby Epoxidharz ist ein Geduldshobby, auch wenn das Werkstück nach 24 Stunden hart ist, ist es noch nicht durchgehärtet. In der Anleitung vom Harz steht beschrieben wie lange es zum kompletten Aushärten benötigt. Gibt dem Werkstück auch wirklich diese Zeit. 

Auf alle Fälle solltet ihr vor dem ersten Gebrauch die Anwendungsanleitung GUT lesen!!

Bestenfalls rüstet ihr Euch auch mit einer Maske und einer Schutzbrille aus, da Resindämpfe nicht aufgenommen werden sollten.

Zum Verrühren könnt ihr einfach einen Becher und Stäbchen nehmen. Ich nutze einen elektrischen Rührer, das Mischergebnis ist damit einfach besser. Generell ist eine Rührzeit von mindestens 3 Minuten angegeben. Wenn ihr im fertigen und ausgehärteten Werkstück Schlieren seht dann habt ihr nicht gut genug gerührt ;-). die Mischung muß glasklar sein!! Ansonsten habt ihr diese Schlieren auch im gehärteten Werkstück!! 

Luftbläschen....na und?

Sollten beim Rühren zu viele Luftblasen entstanden sein, so empfiehlt es sich das Harz in ein anderes Gefäß umzuschütten und für mindestens 15 Minuten ruhen lassen, außerdem könnt ihr die fertige Mischung in Heizungsnähe stellen, durch die Wärme entlüftet sich die Mischung dann weitgehend von selbst.

Ich empfehle einen Flaschenwärmer, im Shop biete ich Euch ein einfaches aber effektives Model an.

Den Wärmer füllt ihr mit etwas Wasser und stellt den Becher mit der fertigen Mischung ein paar Minuten ins Wasserbad....spätestens jetzt sollten alle Bläschen verschwunden sein

Vorsicht!!! Nicht den Papier- oder Plastikbecher ohne Wasser in den Flaschenwärmer stellen !! Brandgefahr!!


UV Harz

Neben den 2-Komponenten-System, gibt es auch UV Resin, dieses muß nicht angemischt werden, es härtet mit UV Licht. Dazu benötigt ihr entweder eine starke UV Taschenlampe oder ein Netzgerät, diese Geräte werden auch im Nageldesign angewendet.

Das UV Resin härtet dann innerhalb weniger Minuten vollständig aus. Der Nachteil ist dass es  sehr teuer ist. Durch das schnelle Härten ist das Endergebnis aber nur bei dünnen Schichten wirklich zufriedenstellend. Trotzdem habe ich immer UV Resin da, denn ich nutze es zum fixieren und kleben. Gerade bei auftreibende Gegenstände die eingegossen werden sollen, ist UV Resin DAS Hilfsmittel.


Harz einfärben

Resin lässt sich mit vielen verschiedene Hilfsmittel einfärben. Es gibt flüssige und Pulverpigmente. Auch Seifenfarben funktionieren perfekt. Neben den klassischen Farben gibt es auch Farbpulver welches bei UV Licht leuchtet. Auch mit Alcohol Inks lassen sich hervorragende Farbeffekte erzielen. Das Arbeiten mit Alkohol Inks ist allerdings ein eigenes spezifisches Thema welches hier aber den Rahmen sprengen würde. Sucht hierfür einfach mal bei YouTube.

 


Formen & Schalen

Wenn man mit Resin arbeitet benötigt man auch die ein oder andere Gießform. Es gibt mittlerweile kaum etwas was man nicht mit einer fertigen Form herstellen kann. 

Mit einfachen Mitteln könnt ihr aber auch eigene Gießformen herstellen. Diese lassen sich aus Holz oder Kunststoff herstellen. Einfach mit Heißkleber die entsprechende Wunschform zurechtlegen, die Fläche der Form in der das Harz gegossen wird könnt ihr mit transparentem Paketklebeband gut auskleben und dann mit Trennspray einsprühen. Das Klebeband lässt sich nach dem Aushärten gut und einfach vom Werkstück entfernen.

Im übrigen empfehle ich dringend zu Tischunterlagen aus Silikon, Harz lässt sich darauf problemlos entfernen.

Generell empfehle ich Euch immer ein Trennspray zu benutzen. Die Lebensdauer der Silikonformen wird sich damit erheblich verlängern.

Einzelne Silikonformen und das Trennspray findet ihr ab sofort auch in meinem Shop.

 

Eingiessen, aber wie? 

Es lässt sich so gut wie alles in Harz eingiessen, aber nicht alle Gegenstände verhalten sich gleich.

Manchmal sinkt alles zu Boden, hier gilt es das Harz vor dem eingiessen eine Weile stehen zu lassen. So geliert das Harz und leichtere Gegenstände sinken nicht ab.

  • Glitter und Co. 

Glitter z. B. rührt ihr in die leicht gelierte Harzmischung. Achtet aber darauf dass das Harz nicht zu lange ruht. Nach ein paar Versuchen findet ihr den richtigen Zeitpunkt.

  • Pusteblume

Sehr beliebt sind auch eingegossene Pusteblumen. Hierbei ist Übung angesagt. Wichtig ist Geduld. Die Pusteblume legt ihr vorsichtig in eine Form und tropft langsam und geduldig das Harz dazu. Eingegossene Pusteblumen sehen nur wirklich schön aus wenn keine Luftblasen vorhanden sind. Achtet daher auf langsames zugießen und lasst das Harz vor dem gießen genügend Zeit fur die Entlüftung.

 

Harz kristallisiert 

Bei kalter Lagerung des Epoxidharz kann es vorkommen dass das Harz klumpig wird und sehr dickflüssig wird.

Keine Panik, dass ist ein relativ normaler chemischer Vorgang und kann schnell behoben werden.

Stellt das Gefäß in ein Wasserbad. Die Wassertemperatur sollte zwischen 50-60 Grad sein.

Nach 30 - 60 Minuten ist das Harz wieder wunderbar flüssig und klar. 


Fortsetzung folgt...

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